Gepostet: 13.08.2019

Stein auf Stein GmbH - Vermögensverwaltung seit 1992

Will Deutschland wirklich aus dem Zinstief?
Wir wollen heute einmal andersherum denken:
Angenommen, die Bundesregierung bietet z.B. 2-Jahres-Anleihen mit einer negativen Rendite von Minus 0,75% p.a. an. Die EZB kauft diese Schulden auf. Deutschland wird nun Geld verdienen, denn der 100% Schuldschein muß mit nur 98,50% an die EZB in € zurückbezahlt werden. Mit anderen Worten, die EZB wird bei dieser Transaktion 1.500 € "verlieren", und Deutschland mit 1.500 € profitieren.
Man könnte die Mittel nun nutzen, um unsere lokale Wirtschaft oder Infrastruktur zu verbessern. Oder die Bundesregierung passt einfach die Laufzeit der Emission an und kauft z.B. zweijährige US-Schatzanleihen. Diese garantieren im Wesentlichen eine Rendite von 1,75% pro Jahr: ((-0,75)+(-0,75)+1,75+1,75=?). Das Ergebnis für Deutschland dieser garantierten Arbitrage ist ein Gesamtgewinn von 5,00% (!) auf ihre Anleiheemission. Kein schlechtes Geschäft, da das Risiko sehr gering ist und der negative Ertragsverlust von einer anderen Partei (EZB) übernommen wird, und das Währungsrisiko abgefedert wird. Je größer daher die Differenz, desto interessanter für unsere Regierung. Kleiner Negativzinseffekt: der Sparer wird um sein Erspartes erleichtert.
Warum geht jedoch die USA so ein Geschäft ein? 1) Wette niemals gegen die FED 2) Erhöht die FED kurzfristig den Zins, fliegen die geringer verzinsten Schuldscheine den Anlegern um die Ohren. Merke daher "Cash is King" und Vorsicht mit festverzinslichen Wertpapieren! amh
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