Gepostet: Mar 13, 2019

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Zombie‐Horrorfilme sind meistens ziemlich vorhersehbar: Am Schluss gibt es ein Massaker und die Hauptdarsteller stehen knietief in der Sauerei. Mit der Geldpolitik der grossen Zentralbanken ist es nicht anders. Mario Draghi hat seine ganze Amtszeit hindurch nur die Zinsen gesenkt und Geld gedruckt in dem hilflosen Versuch, die Eurozone mit ihren zahllosen überschuldeten Zombie‐Firmen und ‐Banken irgendwie durchzubringen. Doch die Zinsen zu erhöhen und den Zombies den Garaus zu machen, wurde versäumt. Nun droht schon die nächste lange Nacht aus Rezession und Bankenkrise: Keiner der grossen Zombies ist verschwunden – nicht einmal die Deutsche Bank. Frankenstein‐mässig soll sie nun noch mit der Commerzbank zusammengenäht werden. Die Staatsverschuldungen wurden nicht abgebaut und gleichzeitig wurden neue Spekulationsblasen in Immobilien aufgepumpt.
Die USA stehen zwar ein bisschen besser da, doch am Schluss dürfte es auch jenseits des Atlantiks auf neue ausserordentliche Gelddruck‐Massnahmen hinauslaufen. Wie genau der Horror enden wird, ist leider nicht absehbar. Bei Filmen ist nach spätestens zwei Stunden fertig. In der realen Welt könnte es noch viele Jahre dauern, bis die ganze Sauerei beseitigt ist. (pfr)